Wellness

Seit 1998 ist Roger Bernet im Bereich der Entwicklung, Planung, Realisierung und dem Betrieb von Wellness- & Spa-Anlagen tätig. Insgesamt hat er für über CHF 500 Mio Wellness- & Spa-Anlagen in der Schweiz entwickelt und geplant. So zu sagen bei allen war er auch in der Realisierung tätig und bei 7 Grossanlagen hat er diese anschliessend als CEO, mit seinem Kader und gegen 500 Mitarbeitern zusammen, über Jahre geführt.

 

Den Einstieg in diese Branche machte Roger Bernet 1997 als Geschäftsleiter des Sport- und Freizeitzentrums Schumacher in Dübendorf mit Tennis, Badminton, Squash, Fitness- & Wellnessbereich, Bistro und Kinderhort. Nach einem Jahr wechselte er in die Entwicklung und Planung von Freizeitanlagen zur Genossenschaft Migros Zürich. Ursprünglich als Projektleiter für die Umnutzung der Mitarbeiter-Freizeitanlagen der UBS in öffentliche Anlagen durch die Migros Zürich angestellt, entschied Migros, nach dem Abbruch des Projekts nach etwas mehr als einem Jahr durch UBS, selber derartige Anlagen zu realisieren und Roger Bernet bekam den Auftrag geeignete Standorte zu suchen und zu entwickeln. Roger Bernet wollte dabei nicht nur „triviale“ Fitness- und Wellnessanlagen erschaffen, sondern hatte für sich selber den Anspruch, wenn immer möglich, den Wellness-Bereich als Baderitual zu kreieren, welcher, ohne dass die Gäste es wissen, diesen auf einer noch tieferen Ebene, Ruhe und Reinheit vermitteln und zudem architektonisch einmalige Wohlfühloasen zu schaffen.

 

Den ersten Standort, den er für die Genossenschaft Migros Zürich entwickelte war der Fitnesspark Münstergasse in Zürich. Vorgabe war, dass diese Anlage als Hauptzielpublikum Frauen anspricht. Neben dem Angebot von Gymnastik- und Aerobic-Räumlichkeiten sowie einem Kinderhort ersetzte er die bis anhin übliche Saunalandschaft durch ein Hammam. Im Gegensatz zu traditionellen Saunalandschaften, in welchem sich die meisten Frauen nicht wohl fühlen weil sie sich ausgestellt und im wahrsten Sinne des Wortes nackt fühlen, sie zudem lieber tiefere Temperaturen haben, lebt das Hammam von gedämpftem Licht, von tieferen, aber langanhaltenden Temperaturen, dass man die ganze Zeit von einem Pestemal (Badetuch) bedeckt wird und dass es ein orientalisches Baderitual ist. Der Fitnesspark Münstergasse mit dem ersten Hammam der Schweiz wurde in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und das Hammam musste schon nach weniger als zwei Jahren Betrieb erweitert werden. Seit seinem ersten Hammam hat Roger Bernet sechs weitere Hammams in der Schweiz entwickelt und realisiert: Hammam im Trafo Baden, Hammam im Castell Zuoz, Hammam im Schweizerhof Lenzerheide, Hammam im Palace Gstaad, Hammam & Spa Oktogon Bern und Bain-Bleu Hammam & Spa Genf.

 

Sowohl im Thermalbad & Spa Zürich, wie auch im Säntispark in Abtwil und im Bernaqua im WestSide Bern-Brünnen hat Roger Bernet ebenfalls Baderitualangebote kreiert. In diesen Anlagen sind es Versionen von Römisch-Irischen-Bädern.

 

Neben dem Kreieren von neuen oder auf unsere westliche Kultur adaptierte Badeangebote, entwickelte Roger Bernet aber auch architektonisch neue Badeformen. Bei einigen Anlagen ordnete er die Baderäume nicht, wie bisher immer üblich, horizontal nebeneinander an, sondern stapelte sie vertikal übereinander und führte dadurch ein zusätzliches Spannungsmoment ein. Beispiele dazu sind das Hammam & Spa Oktogon Bern, das erste vertikal angeordnete Hammam der Welt, das Thermalbad & Spa Zürich, in welchem die Badegäste 12 Meter unter Terrain im Berginnern beginnen und am Ende zuoberst auf dem höchsten Gebäude des Hürlimann-Areals im warmen Wasser die Aussicht über die ganze Stadt Zürich geniessen oder das Mineralbad & Spa Samedan, in welchem sich die Gäste über fünf Stockwerke bis zum Dachbad, direkt unter dem Kirchturm, hinaufbaden. Mit diesen Anordnungen reagierte Roger Bernet auf die gebäulichen und/oder örtlichen Vorgaben. In Samedan hatte das evaluierte Grundstück lediglich eine Fläche von 300 m2. Im Normalfall unmöglich darauf ein Bad zu erstellen. Vergleichbar im Hürlimann-Areal oder im Oktogon in Bern, beides zudem denkmalgeschützte Anlagen, bei welchen es darum ging mit dem Bestand zu arbeiten. Aber genau das war es weshalb Roger Bernet sich für diese Objekte als Standorte für Badeanlagen entschieden hatte und was diese Anlagen zu einmaligen und unnachahmlichen Bädern für Gäste wie auch Investoren macht.

 

Dass solche Ideen und Visionen Zeit brauchen ist selbstredend. Vom ersten Besuch des Hürlimann-Areals bis zur Eröffnung dauerte es z.B. 13 Jahre. Auf der Rigi von der ersten Anfrage für ein Wellness für das Hotel Rigi-Kaltbad (damals noch Hostellerie) bis zur Eröffnung des unabhängigen Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad und dem darüber liegenden Dorfplatz 10 Jahre. Es gab aber auch Objekte wie das Hammam & Spa Oktogon Bern welche vom ersten alten Kupferstich den Roger Bernet zu sehen bekam bis zur Eröffnung nur etwas mehr als ein Jahr dauerten.

 

Neben dem Finden eines Standortes und daraufhin dem Entwickeln eines diesbezüglichen Angebotkonzepts, war auch immer die Frage der Architektur und damit verbunden dem Architekturbüro, ganz zentral. Wellness-Anlagen müssen sinnlich sein und benötigen eine warme Atmosphäre. Moderne und kalte Architektur respektive Innenarchitektur gehören deshalb nicht in diesen Bereich. Der Spagat zwischen modernen, zeitlosen und warmen Anlagen war permanent eine Gratwanderung. Ebenso die Bedürfnisse des Betriebs versus den Ansichten der Architekten. Bei den meisten Anlagen kam die architektonische Grundidee und der Layout von Roger Bernet. Zum Beispiel beim Hammam & Spa Oktogon in Bern und dem Thermalbad & Spa Zürich wurden diese so zu sagen 1:1 so umgesetzt. Bei anderen Anlagen war es ein iterativer Prozess zwischen Architekt und Roger Bernet und wiederum bei andern Anlagen wie z.B. beim Fitnesspark und Hammam Trafo Baden war es von Begin weg ein Team bestehend aus GU, Innenarchitektin und Roger Bernet. Es würde den Rahmen sprengen alle Architekturbüros mit welchen Roger Bernet in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet hat aufzuführen. Nachstehend nur einige, welche entweder schon einen grossen Bekanntheitsgrad haben und/oder mit welchen er mehrere Projekte realisiert hat: Mario Botta (Rigi Kaltbad), Max Dudler (Hammam Lenzerheide), Daniel Libeskind (Bernaqua), Miller + Maranta (Mineralbad Samedan), Franco Moro (Lido Locarno), UN-Studio (Castell Zuoz), Ushi Tamboriello (mehrere), Roland Schön (mehrere).

 

Aktuell hat Roger Bernet mit Christoph Lädrach von der Firma Lädrach Sauna- und Erlebnisanlagen und Beat Biedermann von der Firma Kannewischer Bern einen Spa-Bungalow entwickelt. Dieser wurde an der IGEHO vom 18.-22. November 2017 in Basel erstmalig präsentiert. Die Grundidee dabei ist, dass der Spa-Bungalow kombiniert als Private-Spa, als Sauna-Angebot, aber auch als Private-Spa mit Übernachtungsmöglichkeit eingesetzt werden kann. Speziell daran ist zusätzlich, dass der Spa-Bungalow aus drei einzeln transportierbaren Modulen besteht und als autonome Fahrnisbaute überall platziert werden kann. Das erste Objekt wurde nach der IGEHO in Basel auf den Lötschenpass hinauf geflogen und kommt bis im Frühling 2019 als Spa und Hotel-Bungalow zum Einsatz.

 

Nachstehend sind alle bisher realisierten Bad- und Wellnessanlagen aufgeführt. Gewisse Anlagen befinden sich derzeit noch in Planung und sind deshalb noch nicht aufgelistet. Im Anschluss an diese Auflistung befinden sich auf Grund der Menge nur auszugsweise einige Bilder von Anlagen aus seinen beteiligten Unternehmen.

 

Davor aber ist es Roger Bernet ein persönliches Anliegen allen Beteiligten (Architekten, Planer, Unternehmen, Lieferanten, Investoren, Behörden und Mitarbeitern) zu danken, denn ohne diese wären diese Anlagen nicht geworden was sie jetzt sind. Und ein ganz spezieller Dank an Laurence Egli, welche er im Jahr 2000 in der Planungsphase des Fitnessparks Münstergasse als zukünftige Betriebsleiterin kennen lernte, mit ihr zusammen eine Familie gründete und welche dann mit der Eröffnung des Hammam & Spa Oktogon 2007 Bern von der Migros zu AQUA-SPA-RESORTS wechselte und seitdem als Leiterin Betriebe alle sechs Anlagen betrieblich mit aufgebaut und geführt hat und nun auch die Anlage in Genf leitet.

 

Migros-Anlagen:

- Migros Fitnesspark Hamam Münstergasse Zürich

- Migros Fitnesspark Puls 5 Zürich

- Migros Fitnesspark Regensdorf

- Migros Fitnesspark Hamam Trafo Baden

- Migros Fitnesspark Einstein St. Gallen

- Milandia Sport- und Freizeitzentrum Greifensee

- Bernaqua WestSide Bern-Brünnen

- Säntispark Abtwil

 

AQUA-SPA-RESORTS-Anlagen:

- Solbad & Spa Schönbühl - Galerie

- Hammam & Spa Oktogon Bern - Galerie

- Mineralbad & Spa Samedan - Galerie

- Thermalbad & Spa Zürich - Galerie

- Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad - Galerie

- Termali Salini & Spa Lido Locarno - Galerie

 

BAIN-BLEU-Anlagen:

- Bain-Bleu Hammam & Spa Genève Plage - Galerie

 

Hotelanlagen:

- Hammam Castell Zuoz

- Hammam und Wellness Schweizerhof Lenzerheide

- Wellness Palace Gstaad

- Wellness Peaks-Place Laax

 

 

Wellness & Spa